WEBDESIGN · FIRMENWEBSITE · ONLINE-ANFRAGEN
Deine Website sieht professionell aus, aber neue Kontaktanfragen bleiben aus? Damit bist du nicht automatisch auf ein Designproblem gestoßen. Häufig fehlen Orientierung, Vertrauen oder ein einfacher Weg zur Anfrage. In diesem Beitrag zeige ich dir acht typische Webdesign-Fehler, mit denen kleine Unternehmen ihre Chancen unnötig verschenken – und wie du sie gezielt behebst.

Eine gute Firmenwebsite soll nicht nur gut aussehen
Deine Website ist oft der erste Kontaktpunkt mit deinem Unternehmen. Sie sollte drei Fragen beantworten: Bin ich hier richtig? Kann mir dieser Anbieter helfen? Wie nehme ich Kontakt auf? Wenn auch nur eine Antwort fehlt, kann die nächste Anfrage ausbleiben. Die folgenden Punkte helfen dir dabei, deine bestehende Website selbstkritisch zu prüfen.
8 typische Webdesign-Fehler – und was du dagegen tun kannst
1. Deine Besucher verstehen nicht sofort, was du anbietest
Stell dir vor, jemand öffnet deine Startseite zum ersten Mal. Ist innerhalb weniger Sekunden klar, welche Leistung du anbietest, für wen sie gedacht ist und welches Problem du löst? Aussagen wie „Innovative Lösungen für Ihren Erfolg“ klingen gut, helfen aber selten bei der Entscheidung.
So wird es besser: Formuliere im sichtbaren Einstiegsbereich eine klare Aussage – beispielsweise „Webdesign für kleine Unternehmen in Berlin“ – und ergänze einen konkreten Vorteil sowie einen nächsten Schritt.
2. Es fehlt eine eindeutige Handlungsaufforderung
Viele Websites zeigen Leistungen, Bilder und Referenzen, sagen aber nicht, was Besucher jetzt tun sollen. Eine versteckte E-Mail-Adresse im Footer reicht häufig nicht aus. Besonders auf dem Smartphone sollte Kontakt einfach sein.
So wird es besser: Nutze einen gut sichtbaren Button wie „Erstgespräch vereinbaren“ oder „Angebot anfragen“. Platziere ihn im Einstieg und dort erneut, wo du Leistungen oder Referenzen erklärst.
3. Die mobile Ansicht fühlt sich umständlich an
Wenn Schrift zu klein, Abstände zu eng oder Buttons schwer zu treffen sind, wird eine Anfrage unnötig anstrengend. Eine Website muss nicht nur auf dem Desktop gut aussehen, sondern auch mit einer Hand am Smartphone bedienbar sein.
So wird es besser: Prüfe Startseite, Leistungsseiten und Kontaktformular auf einem echten Smartphone. Achte auf lesbare Texte, verständliche Menüs und ein möglichst kurzes Formular.
4. Die Website lädt zu langsam
Große Bilder, überflüssige Erweiterungen und unnötige Skripte können das Laden verzögern. Eine langsame Seite verschlechtert das Nutzungserlebnis – gerade mobil und bei schwächerer Verbindung.
So wird es besser: Komprimiere Bilder, verwende passende Größen und entferne nicht benötigte Funktionen. Mit PageSpeed Insights kannst du konkrete technische Hinweise erhalten. Ein einzelner Messwert ersetzt allerdings keinen Praxistest.
5. Es fehlen echte Vertrauenssignale
Eine schön gestaltete Seite allein beantwortet noch nicht die Frage, warum jemand gerade dir vertrauen sollte. Ohne reale Beispiele, Ansprechpartner oder nachvollziehbare Informationen wirkt selbst gutes Webdesign schnell austauschbar.
So wird es besser: Zeige echte Arbeitsproben, beschreibe deinen Ablauf und stelle dich als Ansprechpartner vor. Nutze nur Referenzen und Kundenstimmen, für deren Verwendung du eine Erlaubnis hast.
6. Deine Leistungen sind zu allgemein beschrieben
„Beratung, Qualität und Service“ könnte auf fast jeder Website stehen. Besucher suchen jedoch oft eine konkrete Antwort auf ihre Situation: Was wird gemacht? Für wen? Was passiert nach einer Anfrage?
So wird es besser: Erstelle für wichtige Leistungen eigene, hilfreiche Abschnitte oder Unterseiten. Beschreibe typische Probleme, Lösungswege und Grenzen deiner Leistung in verständlicher Sprache.
7. Kontaktformular und Buchung machen es kompliziert
Wenn ein Formular zu viele Pflichtfelder hat, unklar ist, welche Daten gebraucht werden, oder die Bestätigung nach dem Absenden fehlt, entstehen unnötige Hürden. Auch eine Terminbuchung sollte eindeutig und transparent funktionieren.
So wird es besser: Frage nur das ab, was du wirklich benötigst. Gib eine verständliche Erfolgsmeldung aus und biete bei Bedarf eine Alternative per E-Mail. Achte außerdem auf Datenschutz und Barrierefreiheit.
8. Deine Inhalte passen nicht zu den Suchanfragen
Suchmaschinen müssen erkennen können, wofür eine Seite relevant ist. Fehlen aussagekräftige Überschriften, verständliche Seiteninhalte oder lokale Angaben, ist die Orientierung für Menschen und Suchmaschinen schwieriger.
So wird es besser: Verwende klare Seitentitel, eine sinnvolle H1-H2-Struktur, treffende Bildbeschreibungen und natürliche Begriffe, die potenzielle Kunden tatsächlich nutzen. Verlinke passende Leistungen intern und vermeide bloßes Wiederholen von Keywords.
Der 10-Minuten-Test für deine Website
Öffne deine Website auf dem Smartphone, als wärst du ein neuer Besucher. Beantworte die folgenden Fragen ohne lange zu suchen:
- Erkenne ich sofort, was das Unternehmen anbietet und für wen?
- Sehe ich eine klare Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen?
- Kann ich eine wichtige Leistung ohne Umwege finden?
- Wirken Ansprechpartner, Projekte und Unternehmensangaben glaubwürdig?
- Funktionieren Menü, Buttons und Kontaktformular mobil?
- Ist die Seite auch bei langsamer Verbindung noch gut nutzbar?
Mein Tipp: Bitte zusätzlich eine Person, die dein Angebot noch nicht kennt, sich die Startseite anzusehen. Frage anschließend, was sie verstanden hat und wo sie als Nächstes klicken würde. Die Antworten sind oft hilfreicher als Geschmacksfragen zum Design.
Was solltest du zuerst verbessern?
Beginne nicht automatisch mit einem vollständigen Relaunch. Oft lohnt es sich, zuerst die größten Hürden zu beseitigen: eine klarere Hauptüberschrift, deutlichere Kontaktbuttons, verständlichere Leistungsbeschreibungen und eine bessere mobile Darstellung. Prüfe anschließend, ob die Seiten besser genutzt werden und ob die Qualität der Anfragen steigt.
Häufige Fragen zur Firmenwebsite
Warum bekomme ich trotz Besuchern kaum Anfragen?
Mögliche Ursachen sind unklare Inhalte, fehlende Vertrauenssignale, eine schlechte mobile Bedienung oder ein umständlicher Kontaktprozess. Bevor du etwas änderst, solltest du prüfen, auf welchen Seiten Besucher landen und wie die Kontaktaufnahme tatsächlich funktioniert.
Brauche ich dafür eine komplett neue Website?
Nicht unbedingt. Wenn Struktur und Technik noch sinnvoll nutzbar sind, können gezielte Verbesserungen genügen. Ein Relaunch wird eher dann interessant, wenn Aufbau, Wartbarkeit oder grundlegende Nutzerführung nicht mehr zu deinen Anforderungen passen.
Hilft Suchmaschinenoptimierung automatisch bei mehr Anfragen?
SEO kann die Auffindbarkeit für passende Suchanfragen verbessern. Für tatsächliche Anfragen müssen Inhalte, Vertrauen und Kontaktweg aber ebenfalls überzeugen. Sichtbarkeit und Nutzerfreundlichkeit gehören deshalb zusammen.
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